Schmierläuse sind aufgrund ihrer wolligen Wachsausscheidungen sehr gut geschützt. Duschen allein reicht hier ganz bestimmt nicht. Auch das mechanische Entfernen der Kolonien ist nicht ausreichend. Vor allem erfasst man damit nicht die aus den Eiern schlüpfenden Larven, die äußerst klein und relativ gut beweglich sind. Es gibt eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln, die gegen diese Schädlinge gut wirksam sind. Vor allem Produkte aus der Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide können eingesetzt werden. Im Wohnbereich empfiehlt sich eine Anwendung über die Wurzel im Gießverfahren (z.B. Bayer Garten Gießmittel gegen Schädlinge) oder Pflanzenzäpfchen (z.B. Axoris Insekten-frei Quick-Sticks) bzw. Granulat. Bei Sukkulenten mit nur geringer Wasseraufnahme kann es sinnvoll sein, stattdessen ein Spray mit den entsprechenden Wirkstoffen zu verwenden (z.B. Compo Axoris Insekten-frei für Orchideen, Schädlingsfrei Careo). Altbewährte Mittel gegen Schmierläuse sind auch Sprays auf der Basis von Mineral- oder Rapsölen (z.B. Promanal AF Neu Schild- und Wollausfrei). Wer auf Chemie verzichten will, kann auch Nützlinge (Schlupfwespen) einsetzen. Dazu ist es jedoch erforderlich, die Schmierlausart zu bestimmen, das macht in der Regel der Nützlingslieferant (siehe
http://www.nuetzlinge.de).